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"... Ledermacker ..."

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Textile Gurte

Ledergurte

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Was man zum Thema Gitarrengurt

wissen muss:


Während die Gitarrengurte aus Nylon, Baumwolle & Co. preislich normalerweise in einem relativ taschengeldfreundlichen Rahmen bleiben, ist beim Gitarrengurt aus Leder an der 100-Euromarke das Ende der Fahnenstange nicht unbedingt erreicht. Die Unterschiede zwischen einem Entry-Level- und einem Deluxe-Ledergurt für Gitarre/E-Bass liegen zunächst einmal in der Qualität des für die Herstellung verwendeten Leders und danach im Aufwand (also dem Grad der Kunstfertigkeit), der für Zuschnitt, Nähte und Design-Extras betrieben wurde.

Die Qualität eines Ledergitarrengurts ist abhängig von der Dicke des Materials und davon, ob das Leder in seiner gesamten Stärke (Vollleder) verarbeitet wurde oder wenn die Tierhaut aber gespalten wurde, dann, ob die Hautseite (dort, wo dem Tier Fell wuchs) oder ob die Fleischseite zur Herstellung des Leders verwendet wurde. Die Hautseite wird auch als Narbenseite bezeichnet. Die Oberfläche der Narbenseite ist glatt und durch haarfeinste Falten gemasert, man nennt diese Art Leder auch Glattleder. Tatsächlich können hier Narben aufgrund von Verletzungen des Tieres oder durch Insektenstiche sichtbar sein. Dagegen ist Spaltleder, das aus der Fleischseite der Haut hergestellt wurde, im unbearbeiteten Zustand grob und rissig. Erst durch eine Oberflächenbehandlung wird dieses weniger kostbare Leder aufgewertet. Es kann eine synthetische Narbung aufgebracht werden, die meist auch vom Laien als unnatürlich und gleichförmig erkannt werden kann. Die Fleischseite kann aber auch geschliffen werden, wodurch das samtige Veloursleder entsteht, dass in Deutschland häufig (in Katalogen/Online-Shops) falsch als Wildleder bezeichnet wird.

Ein zusätzlicher Qualitätsfaktor ist direkt der Gehalt an Schadstoffen im Leder und indirekt die möglicherweise heftige Verunreinigung der Umwelt bei einzelnen Leder produzierenden Gerbereien (zu geringe Umweltauflagen in Fernost). Zwar ist die persönliche Gesundheitsgefährdung durch Ausdünstungen eines einzelnen Gitarrengurts im Vergleich zu den möglichen Ausdünstungen einer ganzen Leder-Billig-Sitzgruppe im Wohnzimmer sicher gering. Dennoch ein gar nicht nach Leder sondern nach Chemiekalien übel riechender Gitarrengurt kann unabhängig vom Preis und unabhängig von der noch so tollen Optik keine Kaufempfehlung sein.

Echte Wildleder-Gitarrengurte sind eher selten und bestehen dann z. B. aus Elchleder oder aus Hirschleder. Sie stammen also von (in der Regel in Gefangenschaft gezüchteten) “Wildtieren”. Die allermeisten Gitarrengurte aus Leder sind aber aus Rindsleder gefertigt.

Ledergurte werden gern doppellagig hergestellt. Dabei wird für die sichtbare Außenseite ein kräftig, t. B. schwarz, rot, blau, ... gefärbtes Leder und für die Innenseite ein natürlich gefärbtes Leder verwendet, so dass auch bei nass geschwitztem T-Shirt der Gitarrengurt nicht abfärbt. Üblich sind die Kombinationen Glattleder-Veloursleder als auch Veloursleder-Veloursleder. Das rückseitige Veloursleder sorgt außerdem für zusätzlichen Halt des Gitarrengurts auf der Schulter, da die samtige Oberfläche einen hohen Reibungswiderstand erzeugt.

Gitarrenbänder/Gurte aus Leder werden häufig durch kunstvolle Arbeiten veredelt. Dazu gehören Ziernähte, Nieten und aufgebrachte Ornamente, z. B. die berühmten Conchos bei Westerngurten. Hochwertiges dickes Leder kann durch Punzieren mit Bildern, Symbolen oder Texten geprägt werden. Dazu wird hochwertiges Glattleder in Wasser eingeweicht und anschließend mit speziellen Werkzeugen, den sogeannten Punziereisen, die Muster eingehämmert.

Auch Einlegarbeiten sind mit Leder möglich. Hierbei wird aus der oberen Schicht eines doppellagigen Gitarrengurts eine geschmackvolle Form herausgeschnitten und danach das exakt passende Stück aus einem anders gefärbten Stück Leder dort wieder eingepasst und aufgenäht. Eine billigere Pseudo-Variante ist, zwischen oberer und unterer Schicht eine andersfarbige dritte Zwischenschicht einzunähen. Das Herstellen des exakt passenden “Puzzleteils” entfällt dann also.

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Leder-Gitarrenbänder Vorderseite

Verschiedene Gitarrengurte/Gitarrenbänder aus Leder unterschiedlicher Qualität.

Was man zum Thema Gitarrengurt

wissen könnte:


Da wenig Ledergitarrengurte in Deutschland hergestellt werden, muss sich der interessierte Gitarrist häufig mit englischen Websites und Katalogen auseinandersetzen. Ein paar Vokabeln dazu:

full grain = Vollleder (beste Qualität)

top grain = Narbenseite-Spaltleder (zweitbeste Qualität)

suede leather = Veloursleder bzw. das regelmäßig falsch etikettierte Wildleder, geschliffenes Spaltleder von der Hautseite

garment leather = sehr feines Leder für Oberbekleidung, auch in mehrlagigen Gitarrengurten

genuine leather = echtes Leder, kann mit bekanntem Qualitätssiegel in Form einer Rinderhaut gekennzeichnet sein, darf nur minimal mit Farbe oder synthetisch abgedeckt sein (im Zehntelmillimeterbereich)

nubuck leather = geschliffenes Leder wie suede leather, aber von der Narbenseite

Roter Gitarengurt aus Billigleder / Pseudoleder

Synthetische Oberfläche eines 5-10 EUR teuren Billig-Ledergurts

Hochwertiger schwarzer Gitarrengurt mit umnähten Schlitzen für Längenverstellung

Narbenseite eines hochwertigen Ledergitarrengurts

Veloursleder-Gitarrengurt - wird oft falsch als Wildleder bezeichnet

Oberfläche eines Velours-Gitarrengurts “suede leather”

Gitarrengurt mit Einlegarbeit aus weißem Leder vor schwarzem Grund

Design in schwarz-weiß durch Einlegearbeiten

Leder-Gitarrenbänder - Rückseite

Drei Gurte sind doppellagig, auch an der umlaufenden Naht zu erkennen. Der rote Billiggurt ist aus nur einer Lage Leder.

Ostfrieslandkrimi Taschenbuch - DOLLART-FUCK.DE

(c) 2002-2016 Gitarrenspeicher FRISIA TOENE. Inh.: Rainer Kottke (USt-IdNr.: DE812732415)

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